Pneumologie: Elektrokardiographie - Belastungstest mit dem Fahrrad

Pneumologie

Die Lunge ist ein lebenswichtiges Körperorgan und liegt – wie auch das Herz – gut geschützt in unserem Brustkorb. Sie sorgt durch unterschiedlich spezialisierte Zellgewebe (das sogenannte Lungenparenchym) für die ausreichende Versorgung mit Sauerstoff, gleichzeitig für die Entsorgung von Abfallprodukten wie Kohlendioxid (CO2) sowie für den Abtransport von unerwünschten Eindringlingen (z. B. durch das Abhusten von Bakterien/Schleim).

Die Lungenheilkunde (Pneumologie) ist eine zunehmend wichtige medizinische Disziplin, da die Zahl der Betroffenen mit Lungenerkrankungen weltweit beständig zunimmt. Sie befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Atemwege, der Atmungsorgane und des Rippenfelles.

Die häufigsten Symptome, mit denen Patientinnen und Patienten zu uns kommen, sind Husten und/oder Kurzatmigkeit bzw. Luftnot (Dyspnoe). Diese können Ausdruck ganz unterschiedlicher Erkrankungen sein, wie u.a.

  • Infektionserkrankungen der Lunge und der Bronchien
  • Erkrankungen mit Verengungen der Atemwege  (z. B. COPD und Asthma)
  • nächtliche Atemstörungen
  • Bronchialkarzinom
  • Lungenparenchym-Erkrankungen, u.a. Lungenfibrosen (narbig umgewandeltes Lungengewebe)

Wir legen besonderen Wert auf eine umfassende Diagnostik. Dazu stehen modernste Geräte zur Verfügung. Bei allen diagnostischen Verfahren stehen die Patientinnen und Patienten immer im Mittelpunkt. Für Ihre optimale Behandlung arbeiten wir jeweils sehr eng mit Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt zusammen.

Bitte bringen Sie zu Ihren Terminen stets alle Unterlagen mit, damit wir Sie optimal betreuen können. Dazu zählen

  • Arztbriefe / Befundberichte
  • Medikamentenplan
  • Röntgenbilder/-CD
  • CT-Aufnahmen (CD, Pat.-Karte etc.)

Herzlichen Dank!

Diagnostik

Spirometrie – die einfache „Lufu“

Die Spirometrie ist ein Routineverfahren zur Untersuchung der Lungenfunktion (kurz „Lufu“ genannt). Dabei werden Luftmenge und -geschwindigkeit beim Atmen gemessen, um verengende Erkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPD (Abkürzung englisch für chronic obstructive pulmonary disease) zu erkennen bzw. den Therapieverlauf zu überprüfen.

Die Spirometrie kann erste Hinweise auf kranhafte Atmungseinschränkungen geben, ist mit wenig Aufwand und schnell durchgeführt, ist nicht invasiv und erfolgt häufig schon bei Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt.

Deutlich aussagekräftiger sind die Ergebnisse einer Bodyplethysmographie (s.u.), die wir als Standarduntersuchung durchführen.

Durchführung:

Bei der Spirometrie erhalten Sie ein Mundstück, das Sie mit beiden Lippen fest umschließen. Ihre Nase wird mit einer Nasenklemme verschlossen. Nun atmen Sie auf Anweisung für etwa fünf bis zehn Minuten durch dieses Mundstück: Sie atmen so tief wie möglich ein, und dann so schnell und kräftig wie möglich wieder aus.

Das sogenannte Spirometer, das an das Mundstück angeschlossen ist, zeichnet die Kraft und das Volumen Ihrer Atemstöße auf. Damit die Befunde aussagekräftig sind, ist es wichtig, dass Sie den Anweisungen exakt folgen und gut mitarbeiten.

Bodyplethysmographie

Damit über die Atemwege Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben werden kann, muss ein Austausch der Luft erfolgen. Dieser Vorgang wird Ventilation genannt.

Störungen der Ventilation messen wir in einer druckstabilen Glaskabine, die von unseren Patientinnen und Patienten auch als „Telefonzelle“ bezeichnet wird. Im korrekten Sprachgebrauch heißt sie „Bodyplethysmograph“.

Mithilfe dieser Messung können wir Ihr gesamtes Lungenvolumen bestimmen sowie eine Verengung der Bronchien erkennen. Hier können wir weit mehr Parameter bestimmen als im Rahmen einer Spirometrie.

Dazu zählen

  • der Atemwegswiderstand zur Bestimmung einer Obstruktion (Verengung)
  • das Residualvolumen = Restvolumen, das nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt (ist z.B. erhöht bei Lungenemphysem)
  • die totale Lungenkapazität (zum Ausschluss einer Restriktion = Bewegungseinschränkung der Lunge)

Durchführung:

Sie atmen über ein Mundstück ein und aus.

Bei offener Kabine wird das Atemzugsvolumen bestimmt

  • in Ruhe
  • bei maximalem Einatmen
  • bei maximalem Ausatmen

Um nach erfolgter Ausatmung die in der Lunge verbleibende Restluft (Residialvolumen) zu bestimmen, wird für einen kurzen Moment die Tür der Messkabine geschlossen. Jetzt atmen Sie kurz gegen einen Widerstand ein und aus.

Die gesamte Untersuchung ist schnell durchgeführt, wird durch unsere geschulten Mitarbeiterinnen angeleitet und begleitet und ist für Sie nicht belastend.

Diffusionskapazität

Mit diesem Test wird die Fähigkeit der Lunge zum Gasaustausch überprüft. Die eingeatmete Luft wird durch die Luftröhre über die immer kleiner werdenden Bronchien schließlich zu den Alveolen (Lungenbläschen) geleitet. Dort wird der Sauerstoff (O2)vom Blut aufgenommen,  Kohlendioxid (CO2) aus dem Blut abgegeben und ausgeatmet. In den Lungenbläschen also findet der Gasaustausch statt.

Durch Bestimmung der so genannten Diffusionskapazität der Lunge können Störungen dieses Gasaustausches erkannt werden. Sind die gemessenen Diffusionswerte vermindert, kann dies auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. Die Untersuchung kann auch zu deren Verlaufskontrolle herangezogen werden, wie u.a. bei

  • Lungenfibrosen
  • Lungenemphysem
  • und anderen Lungenparenchymerkrankungen

Durchführung:

Sie atmen ein Gasgemisch ein, halten für eine bestimmte Zeit den Atem an und atmen dann wieder aus. Die Zusammensetzung dieser ausgeatmeten Luft wird anschließend analysiert und lässt Rückschlüsse auf den Gasaustausch zu.

Sind die Ergebnisse  hier niedriger als normal, ist die Fähigkeit der Lunge zum Gasaustausch möglicherweise vermindert. Das bedeutet, dass das Lungengewebe aufgrund einer Erkrankung nicht voll funktionsfähig ist.

Blutgasanalyse

Mit Hilfe eines Fingerclips (Pulsoxymetrie) wird die Sauerstoffsättigung des Blutes bestimmt. Ist diese zu niedrig oder fallen die Ergebnisse einer Lungenfunktionsuntersuchung nicht zufriedenstellend aus, führen wir eine Blutgasanalyse durch. So können wir den Sauerstoffgehalt des Blutes präziser messen. Dies ist im Rahmen einer Sauerstoff-Heimtherapie besonders wichtig.

Neben der Messung von Sauerstoff- und CO2-Gehalt können mit der Blutgasanalyse auch Störungen des Säure-Basen-Haushaltes erkannt werden.

Durchführung:

Für diese Analyse entnehmen wir einen Tropfen Blut aus Ihrem Ohrläppchen. Dieses wird vorher mit einer speziellen Salbe eingerieben, um die Durchblutung anzuregen.

Bitte fassen Sie Ihr Ohrläppchen danach nicht an, da die Salbe bei Kontakt mit anderen Hautstellen oder gar an Schleimhäuten ein unangenehmes Brennen oder Reizungen verursacht.

Falls Sie es doch versehentlich berührt haben, sprechen Sie bitte unsere Mitarbeiterinnen an.

Nach einem kleinen Stich in das Ohrläppchen wird über eine Kapillare etwas Blut entnommen und sofort untersucht. Die Ergebnisse der Blutgasanalyse liegen nach wenigen Minuten vor und werden Ihnen anschließend im Rahmen eines Arztgespräches erläutert.

Provokationsuntersuchung

Nebengeräusche in den Bronchien, Husten oder immer wieder auftretende Luftnot können Anzeichen eines Asthma bronchiale sein. Dies geht häufig mit einem überempfindlichen Bronchialsystem (so genannte bronchiale Hyperreagibilität) einher, was sich durch plötzliche oder zunehmende Beschwerden z. B. bei Temperaturwechsel, Gerüchen oder körperlicher Belastung zeigt.

Für eine genaue Diagnostik empfehlen wir die Durchführung einer „unspezifischen bronchialen Provokation“. Mit diesem Test können Symptome wie Krampfen, Ziehen, vermehrte Schleimbildung oder Hustenreiz beim Lachen untersucht und mit Blick auf unterschiedliche Krankheitsbilder genauer zugeordnet werden.

Durchführung:

Nach erfolgter Lungenfunktionsprüfung inhalieren Sie im Rahmen dieses Tests wiederholt mit Metacholin. Dies ist ein Wirkstoff, der die Bronchien kurz reizt. Mit jeder Wiederholung wird die Dosis des Wirkstoffes erhöht, und damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Wirkung auf die Bronchien.

Nach jeder Inhalation wird Ihre Befindlichkeit objektiv und subjektiv bestimmt und dokumentiert: Sie werden jeweils befragt, wie es Ihnen geht und wie Sie sich fühlen, anschließend wird Ihre Lungenfunktion überprüft.

Bei normalen Wirkstoffmengen erfolgt keine Reaktion. Unsere geschulten Mitarbeiterinnen sind die ganze Zeit bei Ihnen und kontrollieren Ihr Befinden. Der Test wird sofort abgebrochen, wenn sich auffällige Beschwerden zeigen. Gegebenenfalls inhalieren Sie zum Abschluss ein Bronchien-erweiterndes Spray, wonach noch eine letzte Lungenfunktionsprüfung durchgeführt wird.

Bitte planen Sie für die Untersuchung etwas mehr Zeit ein, denn der Test dauert insgesamt etwa 45 Minuten. Unsere geschulten Mitarbeiterinnen sind dabei stets an Ihrer Seite.

Falls Sie den Untersuchungstermin nicht einhalten können, informieren Sie uns bitte spätestens einen Tag vorher!

Wichtig: Einnahme von Medikamenten

Bestimmte Medikamente können sich auf die Testergebnisse auswirken. Daher werden Sie im Vorfeld von unseren Fachärzten darüber aufgeklärt, welche Medikamente Sie über welchen Zeitraum vor der Untersuchung nicht einnehmen sollten. Bitte halten Sie sich an diese Vorgaben!

Wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiterinnen, wenn Sie dazu Fragen haben.

Lungenspiegelung / Bronchoskopie

Bei verschiedenen Erkrankungen kann es erforderlich werden, die Atemwege genauer zu untersuchen – mit einer Bronchoskopie. Dank dieser Methode ist es möglich, die größeren Atemwege (Luftröhre und Bronchien) von innen einzusehen und Fremdkörper, Entzündungen oder Tumore zu erkennen. Dabei können gezielt Gewebeproben entnommen oder auch störende Schleimansammlungen abgesaugt werden.

Werden im Rahmen der Untersuchung Proben (Gewebe, Sekrete) entnommen, versenden wir diese je nach Fragestellung an unterschiedliche Labore. Die Ergebnisse liegen innerhalb weniger Tage vor und werden Ihnen im Rahmen eines Arztgespräches erläutert.

Durchführung:

Vor einer Bronchoskopie werden Sie durch unsere Fachärzte umfassend aufgeklärt, und nach Ihrer Einverständniserklärung planen wir Ihren Termin und beginnen mit den erforderlichen Voruntersuchungen. Zudem erhalten Sie  Informationsmaterial, in dem die wichtigsten Punkte der Untersuchung für Sie zusammengefasst sind.

Die Bronchoskopie selbst wird in unserer Dortmunder Praxis oder im Zentrum für Endoskopie des Marienkrankenhauses in Schwerte  durchgeführt, in der Regel jeweils morgens ab 7 Uhr. Einen konkreten Termin stimmen wir rechtzeitig mit Ihnen ab.

Falls Sie diesen nicht einhalten können, informieren Sie uns bitte spätestens einen Tag vorher!

Bei der Bronchoskopie gelangen wir über die Nase oder den Mund mit einer Sonde in einem dünnen, beweglichen Schlauch (Bronchoskop) bis in die Luftröhre und Bronchien. Dabei können wir Veränderungen der Schleimhäute und andere Auffälligkeiten erkennen und dokumentieren. In Schwerte kann die Untersuchung aufgezeichnet und Ihnen bei der Befundbesprechung gezeigt werden.

In Absprache mit unseren Fachärzten erhalten Sie eine lokale Betäubung sowie eine Sedierung (bei Durchführung in Schwerte), so dass Sie während der Untersuchung schlafen und diese völlig schmerzfrei für Sie ist.

Nach der Untersuchung bleiben Sie unter Beobachtung noch so lange in einem „Aufwachraum“, bis Sie zur Befundbesprechung von unseren Mitarbeiterinnen abgeholt werden. Unsere Praxis in Schwerte befindet sich direkt nebenan.

Die Untersuchung dauert insgesamt etwa 30 Minuten.

Wichtig:

  • Vor der Untersuchung bitte 6-8 Stunden nichts essen und trinken.
  • Am Tag der Untersuchung sollten Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
  • Bitte lassen Sie sich zur Untersuchung bringen und auch wieder abholen.
Pleurasonographie – Ultraschall des Rippenfelles und des Brustkorbs

Das Brustfell (Pleura) besteht aus zwei Häuten: Die innere Haut (das Lungenfell) umschließt die Lunge, die äußere Haut (das Rippenfell) kleidet die Innenseite des Brustkorbes aus. Beim Atmen gleiten diese beiden Häute aneinander vorbei. Damit diese Bewegung reibungslos und schmerzfrei ablaufen kann, liegt zwischen diesen Häuten ein Flüssigkeitsraum, der so genannte Pleuraraum.

Treten beim Atmen oder Husten Schmerzen im Brustkorb auf oder tritt Kurzatmigkeit in Verbindung mit einer Herzschwäche auf, deuten diese Symptome auf mögliche Erkrankungen des Rippenfells hin.

Bei solchen Erkrankungen ist der Pleuraraum vermehrt mit Flüssigkeit gefüllt, wodurch u.a. die Atmung behindert wird.

Dazu eine Anmerkung: Häufig wird dieser Zustand mit „Wasser in der Lunge“ beschrieben, allerdings ist damit die vermehrte Flüssigkeit im Pleuraraum gemeint.

Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie, häufig kurz „Sono“ genannt) zählt zu den meist genutzten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Durch eine Sonographie des Brustkorbes (Thorax- und Lungensonographie) können Veränderungen wie Entzündungen oder Wasseransammlungen in diesem Bereich erkannt werden. Dabei messen wir Menge, Farbe und Konsistenz der Flüssigkeit. Diese Untersuchung wird auch zur Verlaufskontrolle einer Therapie eingesetzt.

Durchführung:

Sie sitzen entspannt und mit freiem Oberkörper auf einer Liege oder einem Stuhl. Wenn möglich, legen Sie beide Hände auf Ihrem Kopf ab. Auf den Schallkopf des Gerätes wird ein Kontaktgel aufgetragen, und dieser dann über die erforderlichen Bereiche Ihrer Haut geführt. Die entstehenden Ultraschallbilder sind direkt auf einem Monitor zu sehen und können sofort vom durchführenden Facharzt beurteilt werden.

Diese Untersuchung ist für Sie vollkommen schmerzlos und strahlungsfrei.

Radiologie: Röntgen-Thorax

Die radiologische Untersuchung des Brustkorbs und der darin enthaltenen Organe wie Lunge und Herz wird als Röntgen-Thorax bezeichnet. Als standardisierte Untersuchung mittels Röntgenstrahlung zählt diese ebenfalls zu den bildgebenden Verfahren.

Das Röntgen kommt für die Diagnosestellung bei einer Vielzahl von Erkrankungen der Lunge und des Herzens zum Einsatz. Darüber hinaus werden Röntgenbilder auch zur Verlaufskontrolle verschiedener pneumologischer Erkrankungen angefertigt.

Durchführung:

Die Röntgenuntersuchung wird in der Radiologischen Praxis im Hause (6. OG) durchgeführt, dauert fünf bis zehn Minuten und ist vollkommen schmerzfrei. Gegebenenfalls kann es zu Wartezeiten kommen. Während der gesamten Durchführung werden Sie von geschulten Mitarbeiterinnen angeleitet und begleitet.

Vor der Untersuchung legen Sie bitte alle „Fremdkörper“ wie Uhren, Schmuck, Haarklammern oder Bügel-BH ab. Besonders strahlungsempfindliche Körperregionen werden durch das Anlegen von Bleischürzen geschützt.

Die Mitarbeiterinnen helfen Ihnen dabei, am Röntgengerät die richtige Position für die Aufnahmen einzunehmen und halten sich während der Aufnahme selbst in einem Nebenraum auf.

Damit die Bilder nicht „verwackeln“, sollten Sie sich während der Röntgenaufnahme nicht bewegen und kurz die Luft anhalten.

Da wir ausschließlich digitale Röntgensysteme nutzen, ist die erforderliche Strahlendosis auf ein Minimum gesenkt. Zudem stehen die Bilder anschließend direkt in den Besprechungszimmern zur Verfügung: Die Aufnahmen werden von unseren Fachärzten ausgewertet und das Ergebnis im Anschluss mit Ihnen besprochen.

Gut zu wissen:

Bei manchen Fragestellungen kann eine ergänzende Computertomographie (CT) erforderlich sein. Dazu arbeiten wir mit mehreren radiologischen Praxen zusammen und übernehmen gerne die Terminabsprache für Sie.

Nach der Untersuchung dort bekommen Sie in der Regel eine CD mit den Aufnahmen Ihres Brustkorbes ausgehändigt. Bitte bringen Sie diese zu unserem nächsten Besprechungstermin unbedingt mit.

Spiroergometrie – der Belastungstest

Die Spiroergometrie ist ein diagnostisches Verfahren, mit dem die Reaktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel unter körperlicher Belastung untersucht wird:

  • Atemfunktion und Atemgase (Sauerstoff und Kohlendioxid)
  • Blutdruck und
  • Herztätigkeit

geben Auskunft über die Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge. Diese Parameter werden dabei kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet. Zudem werden im Belastungsverlauf kleinste Blutproben aus dem Ohrläppchen entnommen, um eine Blutgasanalyse durchzuführen (siehe oben).

Gerade für die Ursachenfindung bei Luftnot (Dyspnoe) ist dieses Verfahren ein wichtiger Baustein. In enger Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Kardiologie können wir hiermit das Symptom weiter eingrenzen, da Störungen im Zusammenspiel zwischen Herz und Lunge erkennbar werden.

Durchführung:

Diese Untersuchung ist sehr zeitaufwändig und wird daher nur nach konkreter Terminabsprache durchgeführt. Sollten Sie diesen nicht einhalten können, informieren Sie uns bitte spätestens einen Tag vorher!

Das Spiroergometer, eine Art Fahrrad, wird individuell für Sie eingestellt. Nachdem Sie auf dem Sattel Platz genommen haben, werden die erforderlichen Messgeräte angebracht:

  • Mundstück oder Atemmaske
  • Elektroden für das EKG
  • Manschette zur Blutdruckmessung
  • Ohrclip zur Messung der Sauerstoffsättigung

Anschließend nehmen Sie bitte Ihre normale Radfahrhaltung ein.

Erst dann beginnt die körperliche Belastung: Sie treten in die Pedale und „fahren los“. In regelmäßigen Abständen wird der Tretwiderstand kontinuierlich erhöht. Das wiederholt sich so lange, bis Sie „nicht mehr können“, Ihre Leistungsfähigkeit also erschöpft ist. Dabei werden Atmung, Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe, Herztätigkeit und Blutdruck kontinuierlich registriert und aufgezeichnet.

Die gesamte Untersuchung erfolgt unter kontrollierten Bedingungen sowie unter ständiger Beobachtung und Begleitung durch einen unserer Fachärzte. Die Ergebnisse werden Ihnen im Rahmen eines Arztgespräches anschließend erläutert.

Bitte denken Sie für diese Untersuchung an bequeme Kleidung und Schuhe.

Therapie

Zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege, der Atmungsorgane und des Rippenfelles stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, die jeweils ganz individuell auf unsere Patientinnen und Patienten abgestimmt werden.

Dabei handeln wir stets nach aktuellen Leitlinien und medizinischen Standards sowie in enger Kooperation mit unseren Fachkolleginnen und -kollegen in Kliniken und Praxen. Wir veranlassen die erforderlichen Maßnahmen und begleiten unsere Patientinnen und Patienten dabei kontinuierlich.

Durch die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen stellen wir sicher, dass Sie durch unsere Ärzte und Mitarbeiterinnen stets auf aktuellem wissenschaftlichem und fachlichem Niveau betreut, beraten und behandelt werden. Dazu zählt u.a. die regelmäßige Teilnahme an Qualitätszirkeln und so genannten „Fibrose-Boards“: Im Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen wägen wir genau ab, welche Patientinnen und Patienten von welchen Therapieansätzen am meisten profitieren können.

Wenn Sie uns in unserer Praxis besuchen möchten, dann haben Sie hier die Möglichkeit unseren Online-Service zur Terminanforderung zu nutzen. mehr

Unser Ärzteteam besteht aus Dr. med. Hans-Christian Blum, Dr. med. Berthold Butsch-von der Heydt und Dr. med. Stefan Kehm. mehr

Besuchen Sie uns in unseren Praxen in Dortmund-Hörde oder Schwerte. Infos zu Anfahrt etc. … mehr